Liveticker Ukraine-Krieg – Medwedew: Moskau will schnelles Konfliktende zu seinen Bedingungen

9.09.2026 21:22 Uhr
21:22 Uhr
Medwedew: Russland will schnelles Ende des Ukraine-Konflikts – aber zu seinen Bedingungen
Russland sei daran interessiert, den Ukraine-Konflikt so schnell wie möglich zu beenden. Er müsse jedoch zu den Bedingungen Moskaus enden, da er andernfalls bald wieder aufflammen könnte, so der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, in einem Interview mit Wedomosti.
Gegner Russlands würden weiterhin versuchen, die Grundlagen des russischen Staates zu erschüttern und ihn bei jeder Gelegenheit zu spalten. Mit Blick auf Europa sagte Medwedew, europäische Staaten und Politiker hätten sich beim Ausbruch des Ukraine-Konflikts anders verhalten können. Sie hätten nicht zwingend die russische Sichtweise übernehmen müssen, aber zumindest die Position Moskaus und dessen Bedenken hätten sie berücksichtigen können.
"Warum sollten wir uns über die Annäherung der NATO freuen? Das versteht doch jeder. Aber sie haben unsere Position einfach ignoriert."
Zudem verwies Medwedew auf die Taktik der hybriden Kriegsführung. Demnach könnten die Grundlagen eines Staates auch ohne einen direkten militärischen Konflikt untergraben werden.
"Darauf zielen alle hybriden Konflikte ab. Deshalb besteht unsere Aufgabe darin, den derzeitigen Konflikt mit unserem Sieg und zu unseren Bedingungen zu beenden."
21:11 Uhr
Verteidigungsministerium veröffentlicht Aufnahmen zur Einnahme von Osernoje
Das russische Verteidigungsministerium hat Aufnahmen veröffentlicht, die zeigen, wie Einheiten des Truppenverbandes Nord die Kontrolle über die Ortschaft Osernoje im Gebiet Charkow übernommen haben.
20:59 Uhr
Russland meldet Angriffe auf Logistik- und Militäranlagen bei Nikolajew
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums haben russische Streitkräfte mehrere von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte in Nikolajew und Umgebung angegriffen. Dabei seien luftgestützte Präzisionswaffen und Kampfdrohnen zum Einsatz gekommen.
In Nikolajew wurden demnach zwei Logistikzentren getroffen: das Zentrum "Delivery", das zur Lagerung und Verteilung von Militärgütern genutzt wird, sowie das Logistikzentrum "Nibulon", in dem Material gelagert wird, das für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte bestimmt ist.
Darüber hinaus wurde auf dem Gelände des Unternehmens "Konweirmasch" ein Lager für unbemannte Luftfahrzeuge getroffen. Im Seehafen Nikolajew wurden auf dem Gelände des Frachtterminals "Nika-Terra" zudem Lager mit Militärgütern und Tanks mit Treibstoffen für die Versorgung der ukrainischen Streitkräfte vernichtet.
Laut dem Ministerium wurde zudem ein Schlepper getroffen, der Schiffe in den Hafen von Odessa begleitet hatte.
20:42 Uhr
Gebiet Belgorod erneut Ziel ukrainischer Drohnenangriffe – ein Toter, eine Verletzte
Bei Angriffen der Ukraine auf den Stadtbezirk Graiworon im Gebiet Belgorod ist ein Mann getötet und eine Frau verletzt worden. Dies teilte der operative Stab der Region auf der Plattform Max mit. Die Frau erlitt Splitterverletzungen im Gesäßbereich und begab sich selbstständig in das Kreiskrankenhaus.
20:22 Uhr
Russische Armee trifft sechs gegnerische Lokomotiven
Russland hat nach eigenen Angaben mit Geran-Drohnen sechs Lokomotiven getroffen, die für die ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden. Das russische Verteidigungsministerium teilte dazu mit:
"Zum Einsatz kamen Geran-4-Seeker-Kamikazedrohnen in den Ortschaften Dobroje im Gebiet Nikolajew, Warwarowka und Dobropolje im Gebiet Dnjepropetrowsk, Samoilowka im Gebiet Charkow sowie Lekarskoje im Gebiet Sumy. Infolge des Angriffs wurden alle Ziele getroffen."
20:16 Uhr
Gebiet Brjansk: Sechs Menschen bei ukrainischen Drohnenangriffen verletzt
Bei Drohnenangriffen der Ukraine auf zwei Unternehmen und eine Tankstelle im Gebiet Brjansk sind sechs Menschen verletzt worden. Dies teilte der amtierende Gouverneur Jegor Kowaltschuk auf der Plattform Max mit.
Demnach habe eine feindliche Drohne ein Unternehmen in Starodub angegriffen, wobei drei Mitarbeiter verletzt worden seien. In der Nähe des Dorfes Brachlow wurde zudem ein landwirtschaftliches Unternehmen angegriffen. Dabei wurde ein Mann verletzt.
Im Ort Belewiza wurde eine Tankstelle von einer Drohne angegriffen. Dabei wurden zwei Einwohner verletzt. Den Verletzten wurde die notwendige medizinische Hilfe geleistet.
20:06 Uhr
Guardian: Lebensmittelknappheit macht das Leben in Kiew zunehmend schwierig

Leere Regale in einem Supermarkt in KiewSoziale Medien Wie der Guardian berichtet, führen Probleme bei der Logistik ukrainischer Lebensmittelhändler und Supermarktketten in Kiew zu zunehmenden Engpässen bei der Versorgung. Einige Handelsketten konnten die Versorgung zwar aufrechterhalten, mussten dafür jedoch die Preise erhöhen.
Die britische Zeitung veröffentlichte zudem Fotos von leeren Regalen in Supermärkten. "Qualvoll und unerträglich: In Kiew hat eine Lebensmittelknappheit begonnen", heißt es in dem Bericht.
Ukrainische Behörden räumten einen Anstieg der Lebensmittelpreise ein, bezifferten diesen jedoch lediglich auf 2,5 Prozent. Vertreter von Einzelhandelsketten, mit denen der Guardian gesprochen hat, gehen dagegen davon aus, dass der tatsächliche Anstieg mindestens doppelt so hoch sein könnte.
19:49 Uhr
Präsidentenberater nennt Abu Dhabi als möglichen Ort trilateraler Verhandlungen
Abu Dhabi, die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, könnte erneut als Ort der Verhandlungen zwischen Russland, den USA und der Ukraine dienen, meint Juri Uschakow, der Berater des russischen Präsidenten.
Ihm zufolge bestehen weiterhin Kontakte zur ukrainischen Seite. Derzeit werde die Möglichkeit erörtert, auf die früheren Gespräche zurückzukommen. Das Thema sei mit US-Vermittlern besprochen worden.
Ein Verhandlungsprozess im trilateralen Format sei nicht auszuschließen, fügt Uschakow hinzu. In diesem Fall wird wohl Abu Dhabi als Gesprächsort in Erwägung gezogen.
19:35 Uhr
Peskow: Kiewer Regime in sehr schwieriger Lage
Das Kiewer Regime befindet sich in einer sehr schwierigen Lage, während sich die wirtschaftliche Situation in der Ukraine rapide verschlechtert. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten:
"Dem Kiewer Regime geht es derzeit sehr schlecht. Die wirtschaftliche Lage im Land verschlechtert sich rapide. Es fehlt an Geld und Waffen."
Auf die Frage nach den Äußerungen von Wladimir Selenskij, er sei in einer Reihe von Fragen zu Kompromissen bereit, erklärte Peskow, die Bereitschaft des Kiewer Regimes zu Zugeständnissen hänge mit dem Mangel an Geld und Waffen zusammen:
"Es fehlt an Geld, es fehlt an Waffen – daher die Bereitschaft zu Zugeständnissen."19:29 Uhr
Russland meldet Zerstörung von MiG-29 und Black Hawk bei Kiew
Russische Drohnen haben nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums und des Telegram-Kanals ANNA NEWS binnen eines Tages einen ukrainischen MiG-29-Kampfjet und einen UH-60-Black-Hawk-Hubschrauber bei Kiew zerstört.
Die MiG‑29 sei auf dem Flugplatz Wassilkow im Gebiet Kiew während der Betankung und Bewaffnung mit Raketen durch eine weitreichende Drohne getroffen worden. Der UH-60 Black Hawk des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR sei auf dem Flugplatz Schuljany ebenfalls von russischen Drohnen zerstört worden.
Das Verteidigungsministerium veröffentlichte Aufnahmen von der Zerstörung der MiG‑29. Der Telegram-Kanal ANNA NEWS veröffentlichte zudem Aufnahmen beider Treffer.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
